Mixe

Die meisten Mixe kranken daran, dass sie gleichmäßig runtertuckern –  wie ein Lastkahn den Rhein – man drückt auf Play, sie rauschen vorbei, man bemerkt nichts und hat die ganze Zeit ungestört gearbeitet. Nicht gerade meine Idee von Musik, eher eine Idee von Innendeko, von Tapete. Wenn ich keine Musik hören möchte, höre ich keine Musik. Hier drei andere Mixe.

Der erste Mix von Samuel Kerridge – eine Art Meditation über Frankie Teardrop von Suicide. Wenn dieser Mix ein Autor wäre, dann David Foster Wallace.

Samuel Kerridge – Train Wreck Mix

Der zweite Mix stammt von Oneohtrix Point Never, dem elektronischen Freigeist, der sich zum Glück leichtfertig über die Produktionstandards der internationalen Technohandwerkergilde  hinwegsetzt. Er sagt Nein zum Ja, zum durchgehendem Beat. Wenn dieser Mix ein Autor wäre, dann eine verwegene Kreuzung aus Vladimir Nabokov und Mark Z. Danielewski.

Oneothrix Point Never Mix

Der dritte Mix, vom letzten internationalen Romantiker Lawrence, zieht die eine oder andere Weißdornhecke hoch (allerdings erinnert dieser Mix an den legendären Air-Mix für die Last Night Tales Reihe, gleiches Stück von the Cure, ein Scott Walker Song…). Wenn dieser Mix eine Autor wäre, dann Marcel Proust, allerdings in der Jean Santeuil Phase.

[soundcloud url=“https://api.soundcloud.com/tracks/112398186″ params=“color=ff6600&auto_play=false&show_artwork=true“ width=“100%“ height=“166″ iframe=“true“ /]

1 Kommentar